Archive for January, 2008

Elektronische Postkarte vom FDP-Politiker Roland Giebenrath

Tuesday, January 8th, 2008

Meine Kuh hat eine elektronische Postkarte vom deutschen FDP-Politiker und Rechtsanwalt Dr. Roland Giebenrath bekommen. Du, Helmut, sagt meine Kuh zu mir, hör’ dir das mal an:

Von: “RA Dr. Roland Giebenrath”
Gesendet: 04.01.08
An: “Q”
Betreff: Demidoff / Giebenrath ./. Schlittenbauer – wegen Unterlassung u.a.
Priorität: Hoch

Betreff: FW: Demidoff / Giebenrath ./. Schlittenbauer – wegen Unterlassung u.a.

Sehr geehrter Herr Schlittenbauer,

ich zeige an, dass Pater Don Demidoff mich neuerlich beauftragt hat, seine
Interessen Ihnen gegenüber zu vertreten. Ordnungsgemäße Bevollmächtigung
wird anwaltlich versichert.

Außerdem vertrete ich in dieser neuen Angelegenheit auch meine eigenen
Interessen gegen Sie.

Namens und im Auftrag meines vorgenannten Mandanten sowie auch in meinem
eigenen Namen fordere ich Sie hiermit auf, sämtliche über meinen Mandanten
wie auch über mich selbst derzeit auf gleich welchen Internet-Seiten
veröffentlichten Inhalte unverzüglich, spätestens aber innerhalb einer Frist
bis zum 05.01.2008 um 12 Uhr zu löschen.

Für den Fall, dass die vorgenannte Frist fruchtlos vertsreichen sollte, wäre
ich schon heute beauftrtagt, umgehend – also ohne jede weitere Ankündigung -
alle erforderlichen Maßnahmen zu veranlassen, um die begründeten Ansprüche
meines Mandanten und meiner Person selbst auf Unterlassung, Widerruf
und/oder Entschädigung vor dem zuständigen Gericht durchzusetzen.

Sollte die vorgenannte Frist fruchtlos verstreichen, wäre ich auch
beauftragt, bei der zuständigen Staatsanwaltschaft Strafanzeige wegen aller
in Betracht kommenden Straftaten gegen Sie zu erheben.

Mit freundlichen Grüßen

Dr. Roland Giebenrath, D.E.A.
Rechtsanwalt / Avocat

Kopie:
- Pater Don Demidoff
- Frau Andrea Giebenrath

—————————————————
RA / Avocat Dr. Roland Giebenrath
14 quai Kléber
F-67000 Strasbourg
Tel +33-(0)3-88-xxxx-xx
Fax +33-(0)3-88-xxxx-xx
Philipp-Reis-Str. 9
D-77652 Offenburg
Tel +49-(0)7852-xxxx-xx
Fax +49-(0)7852-xxxx-xx
e-mail: xxxx@ra-dr-giebenrath.biz
URL: www.giebenrath.de
——————————————————

Du bist vielleicht lustig, sag ich zu meiner Kuh. Der ist doch nicht ganz echt. Schau, der Dr. Roland Giebenrath ist ein deutscher FDP-Politiker, der schreibt doch nie im Leben so einen Unfug zusammen. In dem Schrieb steht ja nicht mal drin, was er eigentlich will. Und überhaupt, was willst Du eigentlich mit der Postkarte.

Mein Gott, das wäre nun aber wirklich peinlich, meint meine Kuh zu mir. Zuerst habe ich ja gedacht, der Briefträger hat sich da wohl in der Tür geirrt. Aber die elektronische Postkarte kam in meinen Leserbriefkasten. Und da steht auch ganz deutlich Kuh drauf.

Q, meinte ich zu meiner Kuh.

Das mag vielleicht falsch geschrieben sein, sagte meine Kuh, aber vielleicht weiß der Dr. Giebenrath es eben nicht besser. Und Kuh oder sonst irgendein Q, das spielt natürlich keine Rolle.

Nee, sagte ich zu meiner Kuh, Dr. Roland Giebenrath ist nicht nur ein deutscher FDP-Politiker, sondern obendrein ein international erfahrener Rechtsanwalt, der weiß das bestimmt.

Da meinte meine Kuh zu mir, schau mal, der Pater Don Demidoff, für den sich der Dr. Giebenrath in seinem Leserbrief so toll einsetzt, der hat doch auch zwei Namen. Früher war der mal ein Chefredakteur des ersten deutschen Schwulenmagazins “Du” mit Namen Udo Erlenhardt, steht in der Südddeutschen Zeitung. Und heute nennt er sich Don Demidoff und macht als Pater mit kleinen Kindern in Rumänien Geschäfte, obwohl der überhaupt kein Pater ist. Aber das spielt natürlich keine Rolle, denn so Geheimdienstinformanten und ihre Freunde, die verwechseln öfter mal ein bisschen was. Und nun hat da eben einer Kuh mit Q verwechselt.

Ja, sagte ich zu meiner Kuh, der Dr. Roland Giebenrath, der setzt sich eben so sehr für seine Leute ein, dass er sich da sogar höchstselbst mit ins Boot setzt. Hätte er einfach nur geschrieben, der Ex-Chefredakteur der Schwulenzeitung, der die Schwulen beim Staat verpfiffen hat, möchte jetzt als selbsternannter Pater Don Demidoff mit Kindern Geschäfte machen und fühlt sich dabei von der Öffentlichkeit gestört, dann hätte das doch völlig lächerlich geklungen. und dass bei Robert Schlittenbauer nicht Südeutsche Zeitung auf der Stirn geschrieben steht, wäre wohl selbst deutschen Juristen aufgefallen. Aber wo Dr. Giebenrath damit droht, in seinem eigenen Namen Strafanzeige zu stellen und Schadensersatz geltend zu machen, da sieht der Blödsinn fast schon seriös und richtig ernst gemeint aus.

Nee, sagte meine Kuh. Ich glaube da eher, der Dr. Giebenrath spielt schmutzige Spielchen mit dem kinderlieben Udo Erlenhardt. Wenn Rechtsanwalt Dr. Giebenrath sich professionell für einen Mandanten einsetzt, dann würde der doch sein peinliches Schreiben bestimmt vertraulich halten und nicht als Leserbrief verschicken.

Ja, sagte ich zu meiner Kuh, vielleicht hat der international erfahrene Rechtsanwalt Dr. Roland Geibenrath das ja gar nicht als Leserbrief an Dich verschickt.

Nee, sagte meine Kuh, Rechtsanwalt Dr. Roland Giebenrath will das ganz sicher, dass das jeder weiß. Glaubst Du etwa, der international erfahrene Rechtsanwalt Dr. Giebenrath würde eine vertrauliche Einschüchterung als elektrinische Postkarte verschicken?

Recht hat sie, meine Kuh. Hätte ich da gleich dran gedacht, hätte es die Verzögerung bei der Veröffentlichung des Leserbriefes nicht gegeben. Ich habe dem werten Herrn Rechtsanwalt und FDP-Politiker Dr. Giebenrath auch eine elektronische Postkarte geschickt:

An: Rechtsanwalt Dr. Giebenrath
CC: – Udo Erlenhardt aka Pater Don Demidoff, Andrea Giebenrath, Robert Schlittenbauer

Betreff: Ihr Leserbrief an Meierhof’s Blick von den Alpen

Sehr geehrter Herr Rechtsanwalt Dr. Giebenrath,

bitte entschuldigen Sie die Verzögerung bei der Veröffentlichung ihres Leserbriefes. Nachdem ich nun jedoch überzeugt davon bin, dass Sie ganz echt sind, habe ich ihre elektronische Postkarte natürlich unverzüglich veröffentlicht.

Mit freundlichen Grüßen

Helmut Meierhof

Meierhof’s Blick von den Alpen

http://meierhof.blogspot.com/

http://meierhof.wordpress.com/

http://meierhof.myfreeblog.us/

http://meierhof.blogsome.com/

Jetzt bin ich mal neugierig, wann von Roland Giebenrath die Bestätigung kommt, dass er so ein dummes Zeug niemals schreiben würde.

Post von Rechtsanwalt Gerhard Strauch

Tuesday, January 8th, 2008

Vor einigen Wochen habe ich der interessierten Bergöffentlichkeit davon erzählt, dass der ehemalige Präsident des Verwaltungsgerichtes Kassel, Johannes Remmel, einen Strafbefehl über neun Monate auf Bewährung wegen des Besitzes von Kinderpornografie akzeptiert hat. In dem Bericht bei Focus Online, wo mit Bild darüber berichtet wird, ist außerdem von 4800 Euro Geldstrafe an den deutschen Kinderschutzbund die Rede. In Anbetracht dessen, dass da außerdem steht, Johannes Remmel sei mit 1010 kinderpornografischen Bilddateien und zwei Videos auf seinem Computer erwischt worden, die Mädchen und Jungen unter 14 Jahren bei sexuellen Handlungen mit anderen Kindern, Erwachsenen oder an sich selbst zeigen würden, ist der Herr Nun-Ex-Gerichtspräsident aus der Sache wirklich gut rausgekommen. Eine Geschichte, die die Bergvölker dieser Welt interessiert, ist das aber erst geworden, nachdem Johannes Remmel über seinen Anwalt Gerhard Strauch deutsche Webseiten zensieren ließ, die über die Straftat des Gerichtspräsidenten berichten. Gerhard Strauch hat nun auch hier im Meierhof-Blog mal vorbeigeschaut und mir eine lustige E-Mail geschrieben:

rae-strauch@t-online.de to Helmut

Mein Mandant für Herrn Dr. Johannes Remmel

Ihre Internetveröffentlichung unter meierhof.blogspot.com

“Meierhof’s Blick von den Alpen”, Sonntag, 9.9.2007 “Ex-Gerichtspräsident Dr. Johannes Remmel mag wohl nicht mehr” nebst sämtlichen hierzu wiedergegebenen Texten und Kommentaren, endend mit “meine Kuh meint, da braucht sich niemand wundern, wenn Künstler in Deutschland, wie die Musiker der Band Slime gehässige Texte zur Gerechtigkeit der deutschen Justiz schreiben”.

Sehr geehrter Herr Meierhof,

in obiger Sache zeigen wir das Mandat für Herrn Dr. Remmel an. Wie wir Ihrem Text im Internet entnehmen, sind Sie ja bereits gut informiert über die Rechtslage.

Wir fordern Sie infolge dessen auf,

die vorgenannten Texte, beinhaltend eine identifizierende Berichterstattung aus dem Internet herauszunehmen, hilfsweise in Bezug auf unseren Mandanten eine vollständige Anonymisierung herzustellen und künftig jede identifizierende Berichterstattung zu unterlassen.

Die von Ihnen erfolgte sog. identifizierende Berichterstattung, also unter Nennung des vollen Namens (oder Abkürzung) unserer Mandantschaft, ist rechtlich unzulässig, da diese erheblich das allgemeine Persönlichkeitsrecht verletzt. Nur bei schweren Straftaten ist zum Zeitpunkt der Verurteilung eine identifizierende Berichterstattung zulässig (BVerfG Urteil v. 5.6.1973 NJW 1973, 1226, 1229/1230). Gegen unseren Mandanten wurde am 09.01.2007 ein Strafbefehl erlassen, so dass eine schwere Straftat nicht vorliegt, unabhängig von einer persönlichen Bewertung Ihrerseits.

Nach einer Verurteilung, insbesondere ab einem Ablauf eines halben Jahres (OLG Hamburg Urteil v. 10.2.1994 NJW ? RR 1994, 1439, 1441), ist eine identifizierende Berichterstattung generell unzulässig. Das Resozialisierungsinteresse des Betroffenen ist vorrangig (BVerfG Urteil v. 5.6.1973 NJW 1973, 1226, 1230; Erman, BGB, Anh § 12 Rn. 178, 218, 223). Vorliegend gilt dies umso mehr, da mit einer identifizierenden Berichterstattung eine Stigmatisierung, soziale Ausgrenzung sowie Prangerwirkung verbunden ist (BGH Urteil v. 21.11.2005 VI ZR 259/05 Rn. 13; Erman, BGB, Anh § 12 Rn. 214).

Wir sehen einer entsprechenden Veranlassung und Abgabe einer Erklärung, in der Sie bestätigen

a. sämtliche Artikel mit identifizierender Berichterstattung und Bildveröffentlichungen unverzüglich aus dem Internet zu nehmen, zumindest aber diese zu anonymisieren,

b. künftig jegliche identifizierende Berichterstattung sowie Veröffentlichung von Bildmaterial zu unterlassen,

bis zum 25.11.2007 entgegen.

Wir fordern Sie des Weiteren im Rahmen vorgenannter Frist auf, nachfolgenden, auch in Bezug auf unseren Mandanten beleidigenden und verleumderischen Text aus dem Internet herauszunehmen:

“Wer keine Begabung hat, studiert Jura. Jura ist das Fach für Gewohnheitsbetrüger, die Tricks lernen wollen, wie sie anderen die Ohren abschneiden können, ohne dafür bestraft zu werden. Dieser Sachverhalt ist an der Marburger Uni täglich tausendfach zu beobachten. Es mag Ausnahmen geben. Doch die sind selten.”

Hochachtungsvoll

Gerhard Strauch
Rechtsanwalt und
Fachanwalt für Verwaltungsrecht

Da wär meiner Kuh fast die Milch sauer geworden, so musste sie lachen. Meine Kuh war so frei und hat dem Herrn Rechtsanwalt Gerhard Strauch aus Wiesbaden nun eine Antwort geschrieben:

Betreff: Dein lustiger Leserbrief an Meierhof
Lieber Gerhard,

vielen Dank für deinen lustigen Leserbrief. Dein Humor ist wirklich umwerfend. Damit die interessierte Bergöffentlichkeit auch was zu lachen hat, habe ich deinen Leserbrief gern in den Meierhof-Blogs veröffentlicht. Was irgendwelche komischen deutschen Gerichte irgendwann mal zur Zensur des Internets entschieden haben, ist genauso unterhaltsam wie es die Abmahnungen von drittklassigen deutschen Juristen sind.

Gern füge ich dem ursprünglichen Bericht in den Meierhof-Blogs auch ein Bild von dir und Johannes Remmel bei. Kannst Du vielleicht mit einem hübschen Bild aushelfen?

Wenn der Herr Dr. Remmel sich durch das Wort “Gewohnheitsbetrüger” persönlich angesprochen fühlt, dann verstehe ich gut, warum er sich in Marburg so wohl fühlt. Als Vorsitzender des kirchlichen Arbeitsgerichtes im Bistum Fulda macht er sich da genauso gut wie du als Anwalt von hessischen Kriegsdienstverweigerern.

Mit Vergnügen sehe ich unserer weiteren Korrespondenz entgegen und verbleibe

mit einem herzlichen Muh
Die Kuh vom Meierhof

Dann bin ich mal neugierig, ob Gerhard Strauch nun ein Foto zur Bebilderung der Beiträge in den Meierhof-Blogs unter meierhof.blogspot.com, meierhof.wordpress.com und meierhof.blogsome.com schickt. Aber natürlich wäre das auch nett, wenn sich ein anderer Leser finden würde, der mal ein Bild von Johannes Remmel oder Gerhard Strauch rüberschickt.

Rechtsanwalt Alexander Stopp macht mit Mördern dicke Abmahnkohle

Tuesday, January 8th, 2008

Psst, streng geheim! Meine Kuh hat mir erzählt, dass in Deutschland niemand wissen darf, dass Rainer Körppen, Peter Hößl und Manfred Lauber verurteilte Mörder sind, die für ihre Verbrechen im Gefängnis sitzen. Wer die Namen der Mörder trotzdem nennt, der verletzt das Persönlichkeitsrecht der Mörder und muss sich ihnen unterwerfen. Das zumindest meint Rechtsanwalt Alexander Stopp von der Frankfurter Kanzlei Stopp & Stopp, der sich von den Mördern Mandate zur Säuberung von Medien und Internet organisiert hat, und nun in Serienabmahnungen wegen der Verletzung von Persönlichkeitsrechten der Mörder Streitwerte im deutlich fünfstelligen Euro-Bereich ansetzt und so reichlich Abmahnkosten abzockt.

Dank der schönen Mandate von den Verbrechern, die so spektakuläre Morde begangen haben, dass darüber auch nach vielen Jahren noch reichlich geredet und geschrieben wird, ist der Job von Abmahnanwalt Alexander Stopp ganz einfach. Er braucht einfach nur noch die Namen der Mörder in Suchmaschinen einzugeben und kann dann aus jedem deutschen Treffer anständig Geld machen. Danach muss Alexander Stopp bloß noch den Namen des für die Veröffentlichung Verantwortlichen in ein Serienbriefformular eingeben, ein paar Felder zum Ort der Veröffentlichung und Fristen zur Unterwerfung unter den Mörder ausfüllen, einen Ausdruck des Serienbriefes in die Post geben und schon hat Alexander Stopp wieder locker 1000 Euro Abmahnkosten im Sack.

Halten die Abgemahnten die Abmahnung für einen makabren Scherz und zahlen die Abmahnkosten nicht, ist das für Alexander Stopp auch kein Problem. Denn damit verurteilte Mörder anderen Menschen verbieten können, ihren Namen zu nennen und so über ihre Person und Taten zu diskutieren, bekommen inhaftierte Mörder in Deutschland zum Angriff auf die Medien und Internet reichlich Prozesskostenhilfe zugesprochen. Die Prozesskostenhilfe dient größtenteils zur Deckung von Anwaltskosten und fließt natürlich zum größten Teil auch wieder in die Taschen des geschäftstüchtigen Anwalts Alexander Stopp.

Mit der Prozesskostenhilfe in der Tasche beantragt Alexander Stopp dann eine einstweilige Verfügung und manche Gerichte wie die Zensurkammer des Landgerichts Hamburg sind dann so nett und erlassen die einstweilige Verfügung tatsächlich wie beantragt. Wehrt sich das Opfer mit einem Widerspruch, so verdient Alexander Stopp daran noch einmal, denn die deutschen Zensurkammern schützen die Mörder vor der Nennung ihres Namens durch Kriminologen, Geschichtsschreiber und das gemeine Volk.

Meine Kuh meint, dass verurteilte Mörder in Deutschland Prozesskostenhilfe erhalten, um ihre Namen mit Hilfe der Pressegerichte aus der deutschen Kriminalgeschichte herauszuzensieren, passt zum deutschen Geschichtsverständnis. Vermutlich bekommen demnächst auch die letzten lebenden Verbrecher des Nazi-Regimes noch Prozesskostenhilfe, damit sie ihre Namen mit Hilfe der deutschen Zensurkammern aus den Geschichtsbüchern tilgen lassen können.

Dank zensurfreundlicher Richter läuft das Geschäft mit Mördern in Deutschland nach wie vor prima. Hoch lebe die deutsche Tradition!

Ex-Gerichtspräsident Dr. Johannes Remmel mag wohl nicht mehr

Tuesday, January 8th, 2008

Sachen gibt’s, die gibt’s gar nicht. Meine Kuh meint, was sich der ehemalige Gerichtspräsident vom Verwaltungsgericht Kassel mit Namen Dr. Johannes Remmel erlaubt, das gibt es nur in Deutschland. Vor gut einem Jahr ist Johannes Remmel mit etwa 1000 Kinderpornos auf seinem Computer erwischt worden. Dafür hat er inzwischen auf dem Strafbefehlswege neun Monate auf Bewährung bekommen. Zwischenzeitlich gefällt ihm sein Name anscheinend nicht mehr, denn er läßt durch seinen Anwalt Gerhard Strauch aus Wiesbaden Webseitenbetreiber abmahnen, die über seine Straftat berichtet und ihn dabei beim Namen genannt haben.

Wie ein Eintrag im Lawblog zeigt, hat der Anwalt von Johannes Remmel sich offenbar nicht mal die Mühe gemacht, nachzuschauen, ob wirklich über den Gerichtspräsidenten Johannes Remmel geschrieben wurde und nicht etwa über den gleichnamigen Politiker aus NRW, der ob der Namensgleichheit mit dem kriminellen Richter wirklich mit seinem Namen völlig zu Unrecht gestraft ist.

Die Abmahnungen zeigen offenbar Wirkung. Selbst bei Indymedia wurde ein Bericht über Johannes Remmel versteckt. Meiner Kuh gefällt der versteckte Beitrag vom 19.10.2006 aber, weil er so schön skuril deutsch ist und hat mich gebeten, ihn hier nochmal zu veröffentlichen. Gern geschehen:

Titel: Wir sind mit Recht für Sie da!
Autor: Ulrich Brosa 19.10.2006 14:36
Mit diesem schnulzigen Sprüchlein versuchen hessische Justizbehörden auf ihren Rechts-Weltnetz-Seiten das Unrecht zu vertuschen, das von Justizangehörigen verübt wird. Zeitungsberichten zufolge haben Recherchen in Cottbus (ehem. DDR) enthüllt, dass sich der Präsident des Verwaltungsgerichts Kassel (Hessen, BRD) etwa tausend Kinderpornos runtergeladen hat.

http://www.rp-online.de/public/article/nachrichten/journal/sonstige/deutschland/356724

http://www.bbv-net.de/public/article/nachrichten/journal/sonstige/deutschland/356724

Die Justus-Liebig-Universität Gießen hat Dr. Johannes Remmel als Lehrbeauftragten bekannt gemacht:
> Remmel, Johannes, Dr. iur.
> (Verhandlungspraxis im Öffentlichen Recht/Vertiefung im Verwaltungsprozessrecht) ,
> Tel. 0561/1007133
> Präsident des VG Kassel,
> Herrmannstraße 93, 35037 Marburg
> j.remmel@yahoo.de

Remmel (mit ‘e’, nicht mit ‘a’) ist passionierter Wintersportler und 1. Vorsitzender des Tennis-Clubs Marburg. Remmel wurde am 11.2.2005 durch den inzwischen enthobenen hessischen Justizminister Dr. Christean Wagner (CDU) in sein Amt eingeführt.

http://www.kassel.de/cms01/verwaltung/oberbuergermeister/rede/01657/

Nach Angaben des hess.Justizministeriums ist Remmel derzeit krank geschrieben. Der derzeitige Justizministers Jürgen Banzer (CDU) hat beim Richterdienstgericht beantragt dem 53-jährigen Remmel die Führung der Amtsgeschäfte zu untersagen und ihn in den einstweiligen Ruhestand zu versetzen.

Verarmen wird Remmel nicht.

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Totale Eingleisungen von Justizangehörigen sind in Hessen nicht außergewöhnlich.

Es sei nur an den Präsidenten des Landgerichts Kassel, Werner Eisenberg, erinnert, der im alkoholischen Vollrausch von Kassel nach Cölbe gondelte. Eisenberg setzte dabei sein Auto und ein Feld in Brand. Bevor er das Bewusstsein verlor, machte er noch einen Polizisten schräg an.

http://www.althand.de/eisenberg.html

Auch Eisenberg wurde von Dr. Christean Wagner (CDU) ‘berufen’. Wagner, der extrem auf RECHTSchaffenheit macht, hat bei seinen Adlaten keine glückliche Hand. Ein schönes Bild von Wagner findet sich auf http://www.althand.de/orden.html
Eisenberg, Wagner und Remmel sind im Landkreis Marburg-Biedenkopf einheimisch.

Ebenfalls in bester Erinnerung ist Horst Henrichs, Präsident des hess.Staatsgerichtshofs und des Oberlandesgerichts Frankfurt a.M.. Henrichs zog als Honorar für ein gefälliges ‘Rechts’gutachten mehr als 1 Million DM aus der Kasse der IG Metall.

http://www.althand.de/henrichs.html

Nichtsdestoweniger werden Justizangehörige in Hessen nur in den seltensten Fällen für ihre Straftaten zur Verantwortung gezogen.

Es könnte beispielsweise sein, dass Remmel sich Feinde im Justizministerium gemacht hat, die nach einem Vorwand suchen um Remmel abzusägen. Doch da Remmel 1. Vorsitzender des Tennis-Clubs Marburg ist, ist das eher unwahrscheinlich.

Die heimlichen Vorlieben des Dr. Remmel wurden in Cottbus entdeckt. In der ehemaligen DDR befehden sich zwei Gruppen Justizangehöriger heftig: Die alteingesessenen Juristen und die Import-Wessis. Die Import-Wessis zogen ab 1990 nach Osten um der DDR den Rechtsstaat zu bringen, Karriere zu machen und das Untermenschentum der alteingesessenen Juristen zu erweisen. Es ist möglich, dass diese Rivalität den armen Remmel in Mitleidenschaft gezogen hat.

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Weit oberhalb aller Spezialfälle sind allgemeine Lehren zu ziehen.

Wer keine Begabung hat, studiert Jura. Jura ist das Fach für Gewohnheitsbetrüger, die Tricks lernen wollen, wie sie anderen die Ohren abschneiden können ohne dafür bestraft zu werden.

Dieser Sachverhalt ist an der Marburger Uni täglich tausendfach zu beobachten. Es mag Ausnahmen geben. Doch die sind selten.

Wer also in Zukunft noch meint, Juristen würden durch Pflege der Gerechtigkeit den sozialen Frieden sichern, irrt nicht nur, sondern verhält sich unverantwortlich.

http://www.althand.de/danke.html

Lizenz: CC-BY-SA Quelle: Indymedia

Einige Nachträge gibt es dazu auch noch. Hier ist der erste davon:

Eine Spitzenkraft der Marburger Gesellschaft
Ulrich Brosa 11.11.2006 – 17:41
Der wegen Kinderpornos vom Dienst suspendierte HOHE Richter Dr.Johannes Remmel ist
nicht nur HOCHschullehrer an der Uni Gießen und ERSTER Vorsitzender des Marburger Tennisclubs.
Nein! Er hat auch eine HOHES Amt in der katholischen Kirche:

Errichtung des Kirchlichen Arbeitsgerichtes 1. Instanz im Bistum Fulda
Fulda (bpf). Aufgrund der Kirchlichen Arbeitsgerichtsordnung (KAGO) vom 21. September 2004 ist das Kirchliche Arbeitsgericht erster Instanz für die Diözese Fulda errichtet worden. Das Gericht ist wie folgt besetzt: Vorsitzender: Dr. Johannes Remmel (Marburg), Stellvertretender Vorsitzender: Jürgen Wölflein (Marburg), Beisitzer Dienstgeberseite: Malte Crome, Winfried Engel, Franz Reuting, Thomas Schlimme, Jörg Schnarr, Dr. Lothar Schöppner (alle Fulda), Beisitzender Dienstnehmerseite: Stefan Bug (Marburg), Ulrich Moormann (Fulda), Martin Mulqueen (Fritzlar), Harald Schmidt (Volkmarsen), Hubert Schulte (Fulda), Walter Sittig (Kassel). Die Geschäftsstelle wurde beim Bischöflichen Generalvikariat in Fulda eingerichtet. Die Anschrift lautet: Kirchliches Arbeitsgericht für die Diözese Fulda, Geschäftsstelle, Paulustor 5, 36037 Fulda, Tel. 0661/87-0 oder -262, Fax 0661/87-362.

http://www.bistum-fulda.de/bistum/presse_medien/liste_pressemeldungen/2006/2006_01/bpd_2006_1/bpd_20060120_Arbeitsgericht.shtml

Das Gejammer der Justizangehörigen, sie seien so überlastet, ist Heuchelei.
Wer öfter in Gerichten ist, weiß es:
Richter etc. haben viel Freizeit.

http://althand.de/odie.html

Meine Kuh meint, da braucht sich niemand wundern, wenn Künstler in Deutschland wie die Musiker der Band Slime gehässige Texte zur Gerechtigkeit der deutschen Justiz schreiben.

Grüße von Steffen Becker vom “Hoks Medien Dienst”

Tuesday, January 8th, 2008

Gerade war ich mit meiner Kuh ein paar Tage im Urlaub. Da ist mir aufgefallen, dass es in verschiedenen Ländern verschiedene Sitten gibt, Grüße zu übermitteln. Hier sagen wir zum Beispiel, wenn wir jemanden freundlich begrüßen möchten, einfach “Grüezi” und um uns zu verabschieden, sagen wir oft einfach nur “Gruss”.

In Deutschland aber, da gibt es ganz besondere Grußformeln. Mit dem Betreff in der E-Mail demonstriert Steffen Becker vom “Hoks Medien Dienst” zum Beispiel gleich zur Begrüßung Freundlichkeit:

Betreff: Entfernung “Abmahnung vom Hoks Medien Dienst / Steffen Becker”

Nun mag sich jemand fragen, wer eigentlich Steffen Becker ist. Meine Kuh meint, Steffen Becker wäre als Medienmann geradezu ein Experte für freundliches Grüßen:

Der hat, so stehts auf der Homepage (http://www.cantate-online.de) einige Zeitschriften als Abo angeboten, erst letztens las ich über den Mann, weil er angeblich (ich verwende bewusst angeblich!) ein wenig mit Zeitungs-Abos für Funker und Musiker betrogen haben soll…

Auch die in Deutschland übliche Grußformel zur freundlichen Verabschiedung demonstriert Steffen Becker vom “Hoks Medien Dienst” Menschen, denen die deutsche Kultur fremd ist, in Perfektion:

Ich bitte Sie daher meinen Namen “Steffen Becker” und meine
Firmenbezeichnung “Hoks Medien Dienst” von Ihrer Homepage bzw. aus Ihrem
Forum zu entfernen und natürlich auch aus dem Forumbeitragstitel.
Sollte dies nicht innerhalb von 2 Wochen geschehen (22.08.2007), werden Sie
wieder von meinem Anwalt hören.

Denn genauso wie Sie den Namen von meinem Anwalt nicht veröffentlichen
dürfen, dürfen Sie auch meinen Namen und Firmennamen nicht veröffentlichen.

Ihrer geschätzten Kooperation sehe ich entgegen.

Mit freundlichen Grüßen

Steffen Becker
Inhaber Hoks Medien Dienst
Rubensstr.98
12157 Berlin

Kompliment, Herr Becker, auf so hübsche Grußfloskeln zur Kundenbindung können wohl nur Deutsche kommen. Ich bevorzuge aber weiterhin den einfachen “Gruss”.

Gruss

Meierhof